Bühnenjunkie-November

Insgesamt 5 Auftritte, 4 davon innerhalb von 10 Tagen und 2 Siege…jaaaaa, langsam werd ich bühnensüchtig 😉 Ist ja auch kein Wunder bei all den tollen Veranstaltungen, neuen Einladungen, inspirierenden Begegnungen und lauter Slamily…aber mal alles der Reihe nach:

@PH
Fotograf: Reinhard ReisenbergerHier hat alles angefangen, hier bin ich Lokalmatadorin. Und weil´s langsam Zeit wird, mich darum zu kümmern, dass ich nicht die einzige Slammerin im Haus bleibe, durfte ich beim Konzert der OpenMic-Sessions als Vertreterin für Poetry Slam auf die Bühne und ein wenig Werbung machen. Die Veranstaltung war so gut besucht, dass wir noch extra Stühle in den Festsaal holen mussten – ein gelungener Abend!

@Dialekt-Slam

dialektslam1Fast ein halbes Jahr lang hab ich den lieben Tschif, Slam-Urgestein und Veranstalter des einzigen regelmäßigen Dialekt-PoetrySlam, warten lassen – aber dann hab ich endlich einen Dialekt-Text geschrieben und bin damit im Wiener Kulturverein „Tschocherl“ aufgetreten. Es war schon überraschend, tatsächlich im Finale zu landen – und dann auch noch als Siegerin heimzugehen (wie Tschif das bereits Wochen zuvor prophezeiht hatte), das war schon lustig 🙂

@Landesmeisterschaften Wien-Niederösterreich

wn-slam-passIn diesem Jahr fanden zum 1. Mal die Landesmeisterschaften für Wien & Niederösterreich statt:
3 Tage, 24 PoetInnen, 5 Wettbewerbe, 2 Locations. Große Sache!
Dass ich den Einzug ins Finale um sagenhafte 0,5 (!!) Punkte verpasst hab, war zugegeben ziemlich bitter. Dass Alice Reichmann aber im Palais Eschenbach letztlich den Titel samt dazugehörigem Cape holen konnte, hat mich wieder versöhnt 😉
Ich freu mich aufs nächste Jahr!

 

@Stummgabel-Slam

stummgabel2_2Pech bei den Meisterschaften, Glück beim Los ein paar Tage später! Als Starterin von der offenen Liste durfte ich gegen hochkarätige Konkurrenz um die wohl begehrteste Gabel der Slamszene rittern. Und was soll ich sagen – der Abend war dermaßen wundervoll dass ich ihn ganz klar als Highlight-Sieg 2015 abspeichere 🙂

@Museumsquartier

MQ-SabineBoatOfHope1Eben noch 15 Grad plus mitten im November, und dann findet der „Boat of Hope“-Slam unter freiem Himmel statt und wir stehen alle unter Regenschirmen und frösteln. Wir konnten die Leute aber trotzdem zum Stehenbleiben und Zuhören bringen weil sowohl Texte als auch PoetInnen Spitzenklasse waren!

Die Liste hätte tatsächlich noch weitergehen können – wenn ich nicht fürs Studium pausieren hätte müssen (abends Bühnen rocken und dann am nächsten Tag vor 6 Uhr aufstehen und unterrichten geht sich energiemäßig leider nicht aus). Also selbstverordnete Bühnenabstinenz, aber große Freude über die vergangenen Wochen und riesige Vorfreude auf die Events im Dezember.

Manchmal frag ich mich, wie ich so lange ohne Slam leben konnte 😉

Reimfieber zum Einstecken

Ach ist das schön: Soeben vom Deutschland-Kurztrip zurückgekommen und schon sind sie da: Die Reimfieber-Visitenkarten!!

Visitenkarten ReimfieberMan sieht das am Foto jetzt nicht so, aber sie glänzen an manchen Stellen, wenn man sie kippt…den Special Effect hab ich mir gegönnt 🙂
Hab eine Riesenfreude und freu mich, dass ich meine Kontaktdaten künftig nach den Auftritten nicht mehr auf Taschentücher oder Kassabons schreiben brauche 😉

Der nächste Auftritt darf gerne bald kommen..

Slam-Shots fürs Volk

Ein weiteres Schmuckstück in meiner Erfahrungssammlung: Slammen mitten im lauten Großstadtdschungel!

mahiUnd zwar da, wo ich schon ich-weiß-nicht-wie-oft zum Einkaufen unterwegs war, in die Arbeit gehetzt bin oder am Weg ins Museum, zum Arzt oder sonstwo hin herumflaniert bin (das reimt sich, und was sich reimt, ist gut 😉 )

Das Rahmenprogramm der Eröffnungsfeier der endlich fertig umgebauten Mariahilfer Straße (größte Shopping-Meile Wiens) konnte sich wirklich sehen lassen: Music-Acts, Kletterwände, Bungee-Run, Picknick-Wiese, jede Menge coole Angebote für Kids und dann…

mahü1_2…gab es noch den „Kulturlounge Poetry Slam“ powered by Radio Ö1, wo ich mit insgesamt 14 KollegInnen für literarische Unterhaltung sorgen durfte.

Für gewöhnlich finden sich Menschen ja nicht völlig ahnungslos in Poetry Slams wieder.
Am Samstag ging es im Laufe des Tages allerdings bestimmt Tausenden so, dass sie unverhofft Augen- und Ohrenzeugen davon wurden, dass es Menschen gibt, die sich mit selbstgeschriebenen Texten auf Bühnen stellen, um das Publikum für einige Minuten in verschiedene Welten eintauchen zu lassen.

mahi3_1Für uns, die wir auf der Bühne standen, eine Herausforderung der besonderen Art – inmitten von Lärm und Passanten, die sich kreuz und quer zwischen Publikum und Bühne durchschieben, seine Performance abzuliefern, ist nicht ohne!
Umso stolzer war logischerweise, wer es schaffte, dass die Leute plötzlich langsamer wurden und sogar stehen blieben bzw. sich auf die bequemen Sofas setzten, um ein wenig zuzuhören.

Tja, was soll ich sagen – Challenge gemeistert 🙂
mahi4_2Mein Ergebnis: An 2 Battles teilgenommen und beide gewonnen dank Publikum.
Mein Highlight: Ich wurde erstmals um ein Foto mit einem Fan gebeten, haha, der Typ war mir nicht wurscht!
Mein Fazit: Es wird jetzt wirklich Zeit für Visitenkarten – die Frage „Wo, bitte, finde ich diesen Text?“ jedesmal mit „Auf meiner Webseite…hm…haben Sie was zu Schreiben dabei?“ zu beantworten und dann auf Taschentücher oder sonstige Papierln zu kritzeln, ist nicht mehr so charmant wie es am Anfang war.

mahi8_2Schön wars.
Könnt ich jede Woche machen.
Aber dann wär´s wohl nichts Besonderes mehr.
Momentan ist es perfekt so 🙂

Von wegen Sommerpause!

Hab ich mir doch tatsächlich gedacht, die Wiener Slam-Szene hält bis Oktober Siesta und es tut sich bis auf 1-2 Ausnahmen vermutlich nichts…haha, sowas von weit gefehlt 😉

Vor ein paar Tagen hab ich ein Castingvideo für ein geplantes Slam-Projekt des ORF aufgenommen und eingereicht. Bin schon sehr gespannt, ob´s den Leuten gefällt…wenn ja, dann halt ich euch natürlich auf dem Laufenden.

Anfang Juli bin ich zum Agora-Slam am Donaukanal spaziert…hab mich hingesetzt, wollte einfach nur zuhören. Am Ende des Abends stand ich vis-a-vis vom Schwedenplatz unter freiem Himmel als Siegerin auf der Bühne.
Tja, so kanns gehen!

Eine Woche später fand der Stummgabel-Slam (sehr lässig) statt und tags darauf der Lustspielhaus-Slam als wohl geilste (sorry, is so!) Poetry Slam Veranstaltung der ich je beiwohnen durfte bislang.
Ehrlich, ich strahle jetzt noch wenn ich daran denke, was für großartige Wortwasserfälle und Performances es da mitten im 1. Bezirk zu bestaunen gab….und jaaa ich geb zu dass ich bereits davon träume, nächstes Jahr auch ins Line-Up zu kommen 🙂

Aber das ist Zukunftsmusik.

Viel aktueller: Mein nächster Auftrittstermin!!!
Am 1. August darf ich im Rahmen der Eröffnungsfeier der Mariahilfer Straße mit ein paar KollegInnen um die Gunst des hoffentlich zahlreich vorhandenen Publikums rittern, yiiiha!
Kommt vorbei, das wird lustig – Details findet ihr wie immer unter Termine 🙂

Alles Liebe & genießt den Sommer!

Finale vor der Sommerpause

Einmal geht´s noch..

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag (26.6., 00.08 – 01.00 Uhr) habe ich die Ehre, Studiogast im „Nachtquartier“ beim Radiosender Ö1 zu sein. Wer da schon schläft, kann zwar nicht live anrufen, sich die Sendung aber noch eine Woche lang hier anhören. Worum es gehen wird? Hier die Programminfo 🙂

Leute, ich freu mich.
Über ein märchenhaftes 1. Halbjahr 2015, auf die dringend (!!) nötige Sommerpause und auf neue Texte, Projekte & Co., die bestimmt nicht lange ausbleiben werden 😉

dankeMacht´s gut, und wir lesen/hören uns!
Es ist schön, dass ihr mich auf meinem spannenden Weg begleitet.

philo.slam – Meine unvergessliche Nacht der Philosophie

Du sollst den Tag nicht vor dem Abend verfluchen

Der heutige Tag begann ziemlich mühsam: Stress und Herumgehetze zwischen 3 sich überschneidenden Seminaren, eine ziemlich lächerliche Anwesenheitsdiskussion und das schier unmögliche Unterfangen, einen Exkursionstermin zu koordinieren. Wie auch immer, ich hatte bereits am Morgen offiziell beschlossen, mir am Nachmittag frei zu nehmen, um für den bevorstehenden Abend vorschlafen zu können – und das hab ich dann auch getan.

Der Weg zum Veranstaltungsort hätte im Idealfall eine halbe Stunde gedauert – doch irgendwie hatte ich Öffi-Pech; sowohl der Bus als auch die U-Bahn als auch die Straßenbahn sind mir jeweils vor der Nase davongefahren. Der kalte Wind blies durch die Straßen und es regnete leicht. Ich war nervös, denn ich sollte schon vor Ort sein. Schrieb dem Veranstalter eine SMS, dass ich unterwegs war und sie nicht ohne mich anfangen sollten. Er beruhigte mich mit den Worten: „Kein Stress“. Okay.

Überraschungen

Endlich angekommen fühlte ich mich zum ersten Mal an diesem Tag „richtig“. Auf den ersten Blick keine bekannten Gesichter aber eine gemütliche Location mit Wohnzimmeratmosphäre, und Moderator und Veranstalter begrüßten mich freudig. Ich ließ meinen Namen auf die Liste setzen und suchte mir einen Platz. Mein Blick streifte durch die immer voller werdenden Sitzreihen und blieb an der Bar hängen – ha, da saß doch tatsächlich eine meiner Seminarleiterinnen (ironischerweise genau diejenige, der ich am Morgen geschrieben hatte, dass ich am Nachmittag nicht in ihr Seminar kommen würde). Sie strahlte mich an und begrüßte mich mit: „Wie schön, ich hatte gehofft, Sie heute hier zu sehen!“ Der Ärger des Tages war verflogen. Ich krallte mir den Stuhl gleich neben ihr und wir plauderten und lachten, bis Moderator Markus schließlich den Abend eröffnete.

Nach dem üblichen Anfangsprozedere (Regeln erklären, Jurytafeln verteilen, Applausübungen sowie Schnipstraining und Extrapunkt-Regel usw.) wurde die Reihenfolge der Auftritte gelost. Die Glücksfee zog den Zettel mit meinem Namen als erstes aus dem Beutel, ihm folgten 5 weitere Namen. Okay, ich hab noch ein paar Minuten, dachte ich.
Nichts da – anstelle des Opferlamms (traditionellerweise wird ja zu Beginn außer Konkurrenz ein Text vorgetragen, um das Publikum einzustimmen) kündigte Markus sofort mich an und bevor ich wusste, was los war, hatte mich der Applaus ans Mikrofon getragen.

Die Vorrunde

Zur Auflockerung erzählte ich eine kurze Geschichte zur gänzlich ungeplanten Entstehung des Textes, der nun folgte. Der Vortrag lief gut, ich war zufrieden, und dem Applaus nach zu urteilen hat´s dem Publikum auch gefallen. Ich nahm wieder Platz. Nach dem 2. Text kam das erste Voting des Abends. Ergebnis: Punktegleichstand. (Üblicherweise kommt der/die Bessere weiter ins Finale – Markus hatte aber schon im Vorfeld entschieden, dass es heute kein K.O.-System geben würde sondern am Ende der Vorrunde die beiden PoetInnen mit der höchsten Punktezahl aufsteigen würden). Nach der Vorrunde gab es einen Sieger, und mit nur einem Punkt Abstand lagen drei PoetInnen ex aequo auf Platz 2. Ich war eine davon, und mit der Aussicht auf ein Vierer-Finale schickte uns Markus in die Pause.

Normalerweise dauern mir die Pausen immer viel zu lange, doch diesmal schien sie mir fast zu kurz! Vor lauter Plaudern mit Leuten, die mich über meine Texte und andere Veranstaltungen ausfragten oder mir sagen wollten, dass ihnen mein Text gefallen hatte (das geht jedes Mal runter wie Öl, Leute, JEDES MAL!!), hatte ich mich viel zu spät in die Kloschlange eingereiht. Markus kündigte an, dass es gleich weitergehen würde, und plötzlich wurde ich mit den Worten „Sie müssen ja gleich wieder auf die Bühne!“ vorgelassen. Haha, das hatte etwas von VIP-Feeling.

Das Finale

Meine Seminarleiterin, die schwer begeistert von dem Abend war (ihr erster richtiger Slam), entschloss sich, nicht wie geplant in der Pause zu gehen sondern sich auch das Finale anszusehen. Die Reihenfolge der Auftritte wurde erneut gelost – diesmal aber nicht im Vorfeld, sondern Markus zog der Spannung zuliebe immer nur einen Zettel aus dem Beutel. Ein Teil von mir verfluchte ihn dafür – als ob das Ganze nicht schon so aufregend genug wäre!?! Ich war letztlich Nummer 4 und fand das sehr amüsant; ist mir noch nie passiert, dass ich einen Abend sowohl eröffne als auch beschließe 🙂

Während ich kurz mit dem Publikum plauderte, als Intro für meinen folgenden Text, ging die Tür auf und zwei mir bekannte Gesichter betraten den Raum. Offenbar kamen die beiden Kollegen gerade von einem anderen Slam – es gab an diesem Abend mehrere Veranstaltungen. Mit einem von ihnen bin ich bereits auf der Bühne gestanden, der andere (für mich der Keith Richards der heimischen Slam-Szene) kannte mich noch nicht. Obwohl mein Herz plötzlich bis zum Hals schlug ließ ich mich nicht ablenken (echt, manchmal staune ich über meine Souveränität in solchen Situationen) sondern begann, meinen Text vorzutragen, blendete alles andere aus und genoss diese paar Minuten, begleitet von gebannter Stille im Publikum, in vollen Zügen.

Das Voting

Danach nahm ich wieder auf meinem Sessel Platz und es folgte das letzte Voting des Abends. Ich konnte von meinem Platz aus die Punktetafel auf der Bühne nicht sehen und orientierte mich an den Votingkarten, welche die über den ganzen Raum verteilte Jury auf Kommando in die Luft hielt. Plötzlich sah ich mehr 10-Punkte-Karten als bislang an diesem Abend, die Stimme des zählenden Moderators vermischte sich mit mit Jubelrufen, Klatschgeräuschen, aufmunternden Blicken in meine Richtung und einem ziemlich schwammigen Gefühl in meinem Kopf…ich überschlug das Ergebnis, irgendwie fehlte es mir an Konzentration…dann forderte das Publikum den berühmten „Extrapunkt“ ein, der im Finale doppelt zählte und ich weiß nur noch, dass ich da saß, ungläubig den Kopf schüttelnd und zugleich wissend, dass dies ein magischer Moment war. Markus verkündete amüsiert: „Wir haben eine Siegerin – aber wir verraten es ihr noch nicht!“ und rief noch einmal alle PoetInnnen des Abends auf die Bühne.

Die Siegerehrung

philoslam2015Die folgenden Minuten erlebte ich wie im Halbschlaf. Markus verteilte Bücher an alle TeilnehmerInnen, las noch einmal das Endergebnis vor und hängte mir das „Spendensackerl“ (ein Beutel, der im Laufe des Abends durch das Publikum wandert und allen die Möglichkeit gibt, irgendetwas für den Sieger hineinzuwerfen) um den Hals.

Während er sich bei uns und bei den Veranstaltern bedankte wanderte meine Hand in seine Richtung und griff nach dem Mikrofon (es ist Tradition, dass der Gewinner des Abends sich abschließend beim philoslam2015_1Moderator bedankt und kräftigen Applaus für ihn einfordert). Markus hörte nicht auf zu reden, machte Werbung für andere Veranstaltungen oder sonst etwas, ich weiß es nicht mehr. Unter allseitigem Gelächter und mit verschmitztem Blick ins Leere zog ich ihn samt Mikro immer näher an mich heran, bis er schließlich fast kippte, das Mikrofon losließ und ich die letzten Worte an das Publikum richten konnte.

Freudentaumel und ein Kniefall

Glückwünsche, Handshakes, Küsse, Umarmungen, Schulterklopfer, anerkennende Blicke und Kommentare begleiteten mich zurück zu meinem Platz. Das alles fühlte sich total surreal an. Meine Seminarleiterin strahlte und ich kam mir vor als könnte ich nie wieder aufhören zu grinsen. Da kam einer der beiden verspäteten Kollegen auf mich zu, gratulierte und erklärte mir, dass sie (wie vermutet) gerade von einem anderen Slam gekommen waren, bei dem er gewonnen hatte. Ich freute mich für ihn und plötzlich stand der zweite Kollege (ihr erinnert euch, „Keith Richards“, besser bekannt als „Tschif“) vor mir. „Also ich hab ja leider nicht alles gehört, aber das war schön…das war soooo schön…wirklich schön…“, und zu seinem Kollegen fuhr er fort: „…und wieso kennst DU diese Frau und ich nicht?!“ Ich musste lachen.

Er erzählte mir etwas über einen Slam, den er im Süden des Landes regelmäßig abhielt und als er mich fragte ob ich ihn auf Facebook adden würde und mir gerade seinen Namen nennen wollte, erwiderte ich: „Werd ich machen, Tschif!“ Er stockte und ich ergänzte lachend:“Na, nur weil du mich nicht kennst brauchst du ja nicht glauben, dass ICH nicht weiß, wer du bist!“ Er sah mich an, ging vor mir auf die Knie, nahm meine Hand und küsste sie. Dann stand er wieder auf und fragte: „Hat dir heute eigentlich schon jemand gesagt, wie bezaubernd du bist?“ Ich tat kurz so, als würde ich nachdenken und erwiderte: „Nein, heute noch nicht!“ Tschif brach in schallendes Gelächter aus und rief dem Kollegen zu: „Die Frau ist großartig!“

Vielen Dank für die Blumen

Ich verabschiedete mich von allen, die ich kannte, plauderte am Weg nach draußen noch mit ein paar Menschen und machte mich auf den Heimweg. Da ich nicht auf die Straßenbahn warten wollte, ging ich die knapp 1,5 Kilometer zur U-Bahn zu Fuß. Der Wind war eisig, aber das machte mir nichts aus. Vollgepumpt mit Glückshormonen schickte ich SMS an sämtliche Leute, die mir einfielen – wohl um sicherzugehen, dass ich morgen früh nicht glaubte, der Abend wäre bloß ein Traum gewesen. Ich war nicht darauf gefasst, dass noch so viele von ihnen munter waren…jedenfalls war ich eine gute dreiviertel Stunde mit SMSen und Telefonieren beschäftigt, sodass ich plötzlich vor meiner Haustür stand ohne mich tatsächlich an den Heimweg erinnern zu können.

Zuhause angekommen inspizierte ich dann auch meinen Gewinn – und das war wirklich lustig 😉

philoslam_gewinnphiloslam_gewinn1

 

 

It goes on…and on…and on

Jeden Tag was Neues – so kommt es mir derzeit oft vor!

Mittlerweile bekomme ich mehr Anfragen und Auftrittsangebote, als ich aus Zeit- und Energiegründen wahrnehmen kann. Mich kontaktieren jetzt auch schon Leute, die ich gar nicht kenne bzw. die mich nicht kennen, weil ich ihnen von jemandem empfohlen wurde – ich sag´s euch, ich freu mich jedes Mal wie ein kleines Kind!!!

Gestern kam die Anfrage, ob ich am Freitag Abend spontan in der berühmten Cselley-Mühle auftreten will – ja, ich will 🙂 (Alle weiteren derzeit bekannten Termine bis zur Sommerpause findet ihr übrigens hier!)

Was mich auch total freut: Seit heute bin ich auf poetryslam.at offizielles Mitglied der österreichischen Slam-Szene…YEAH!

Aber mein aktuell größter (weil wirklich hart erkämpfter) Erfolg:

2nd PH-SlamLetztes Jahr hab ich ja den PH-Slam gewonnen; dieses „Heimspiel“ war nicht nur extrem cool, sondern auch rückblickend betrachtet der Beginn meiner Slam-Karriere. Doch heuer sollte dieser aus verschiedenen organisatorischen Gründen nicht stattfinden!

Naja, wer mich kennt, weiß: Ich akzeptiere nicht gerne ein usprüngliches „Nein“.
Hab das Ganze also in die Hand genommen, mich von diversen Hürdenläufen und Rückschlägen nicht entmutigen lassen, und jetzt…findet im Juni der 2nd PH-Slam statt…ich bin mehr als stolz 🙂

Und als ich gestern Abend von der wohl zauberhaftesten Veranstaltung aller Zeiten (Spell-out; ein Wettstreit zwischen hochkarätigen Slam-PoetInnen und Zauberkünstlern…weltweit einzigartig und absolut empfehlenswert) nach Hause kam, hat mein Kopf wieder zu reimen begonnen.

Was bedeutet: Es gibt wohl bald wieder neue Texte…

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