Hier kommt was für die Ohren!

Puh! Hinter mir liegen zwei seeeehr arbeitsintensive Tage, in denen ich viele coole, neue, spannende Dinge ausprobieren und lernen konnte. Was ich gemacht hab?
Etwas, das seit Jahresbeginn auf meiner Wanna-Do-Liste steht…

Homestudio CHECK!Zugegeben, ich hab mich ein wenig davor gedrückt, meine Slamtexte zu vertonen, weil ich nicht wusste, wie ich das technisch am besten anstelle.

Aber das Leben hat mir plötzlich GENAU die richtigen Leute und Infos geschickt, und auf einmal…bin ich Podcasterin, yeah!

Macht total Spaß und ich hab auch schon wieder so kleine leise Geistesblitze im Hinterkopf, was ich in diese Richtung noch alles anstellen kann in Zukunft…

 

Sorry, ihr wollt jetzt eigentlich nur meine Texte hören, stimmts?
Na dann los – stürzt euch direkt drauf!

Ich wünsch euch viel Spaß und freu mich über Feedback 🙂

Nur noch ein Jahr

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Kennst du das auch?
Ich hab öfter so Phasen
wo Gedanken durch mich rasen
so schnell, dass mir fast schwindlig wird

Ich bin immer recht verwirrt
wenn ich zu viele Sachen tu
mein Geist, der kommt dann nicht zur Ruh
und ich vergess, was wirklich zählt
nämlich – dass man sich nicht quält

wenn´s dann doch mal still wird
tief in mir drin
ziehts mich zu größ´ren Fragen hin…

Mal angenommen, dir wär klar
du hast ab heute noch ein Jahr
nur noch ein Jahr und dann wär sie vorbei
deine Zeit auf der Erde – du wärst nicht mehr dabei

Hätt ich nur noch ein Jahr zu leben
würd ich sofort allen vergeben
die mir wehgetan haben
und nicht gut zu mir waren
– vor allem mir selbst

Statt „Wie geht´s?“ würd ich fragen:
„Bist du tatsächlich glücklich?“
Und wenn du´s nicht weißt:
„He…was willst du wirklich?“

Ich würd auf alle Zweifel pfeifen
mich strecken, nach den Sternen greifen
mich fragen, was ich immer schon wollte
anstatt mir zu sagen, dass ich das jetzt nicht sollte

Hätt ich nur noch ein Jahr zu leben
ich würde nicht an Altem kleben
sondern Dinge verschenken,
die ich nicht mehr brauch
und mich nicht länger ärgern,
dass ich immer noch rauch

ich würde Menschen umarmen,
die ich gar nicht kenn
und mir nichts daraus machen
wenn ich morgens verpenn

Ich würde mich nicht mehr selbst bescheißen
sondern das Steuer an mich reißen
anstatt Dingen nachzurennen
die mich vom Glücklichsein abtrennen

Jeden Tag so zu leben
als ob´s der letzte wär
klingt nach einem guten Plan
aber im Alltag fällts oft schwer
zwischen Terminen und Pflichten
und sonstigen Geschichten

doch ich werd´ das überwinden
und eine Lösung für mich finden
damit ich am Ende sagen kann:
Ich hab mein Leben nicht vertan…

 

Hätt ich nur noch ein Jahr zu leben
würd ich der Welt noch viel mehr geben
von dem, was in mir verborgen ist,
würd tagsüber neue Texte schreiben
sie euch abends um die Ohren reiben

würd auf die Straße gehen und singen
anstatt mit Bühnenangst zu ringen
meine Gitarre würde im Park erklingen
und die Leute dort zum Lächeln bringen

Ich würde meine Meinung sagen
so laut, dass mich jeder hört
und ich würd mich nicht mehr fragen
ob das irgendjemand stört

Den Menschen die ich liebe
würd ich jeden Tag sagen
wie froh ich bin, dass es sie gibt
und ich würde nie mehr klagen

über Stress und über´s Wetter
würd mit niemandem mehr streiten
und wär auch zu all jenen netter
die mir eher Frust bereiten

Hätt ich nur noch ein Jahr zu leben
würd ich es zum Event erheben
Ich würd ein Floß aus Holzbrettern bauen
und mich damit aufs Wasser trauen

Würd mir Seifenblasen kaufen
und durch Weizenfelder laufen
Würd einen großen Schneemann bauen
mich samt Snowboard in den Tiefschnee hauen

Ich würd nochmal ans Meer fahren
um die Wellen zu sehen
und barfuß durch den nassen Sand
am Strand entlang spazieren zu gehen

Mit einem Zelt im Wald übernachten
und dann morgens ganz still
den Sonnenaufgang betrachten

Ich würde öfter Pausen machen
und einmal täglich so viel lachen
dass ich fast vom Sessel flieg
und Bauchmuskelkater krieg

Hätt ich nur noch ein Jahr zu leben
ich würd nach meinen Träumen streben
Ich würde Kinderbücher schreiben
und wenn ich zu Thalia geh
platzen vor Stolz wenn ich meine Geschichten
dort in den Regalen stehen seh

Würd nur mehr das tun
was ich mag und gut kann
würd den Augenblick genießen
und zwar ohne Masterplan


Jeden Tag so zu leben
als ob´s der letzte wär
klingt nach einem guten Plan
aber wann fang ich damit an?
Nach den Terminen, den Pflichten
und sonstigen Geschichten?

Nein…ich muss das überwinden
und eine Lösung für mich finden
damit ich am Ende sagen kann:
Ich hab mein Leben nicht vertan…

Wir könnten so viel mehr
doch wir tun es leider nicht
sondern verschieben es auf morgen
auf einen Tag ganz frei von Sorgen

aber wenns blöd läuft
kommt der nie
und wir verstehn die Ironie
erst viel zu spät
nämlich dann,
wenn nichts mehr geht

Der allerletzte Tag
wurde uns allen mitgegeben
denn in Wahrheit ist der Tod
das einzig Sichere im Leben

und niemand kann dir sagen
wieviel Zeit dir wirklich bleibt
weil das Schicksal Ablaufdaten
mit unsichtbarer Tinte schreibt

Mal angenommen dir wär klar
du hast ab heut nur noch ein Jahr…
würdest du dann auch aufwachen
und vieles einfach anders machen?

Jeden Tag so zu leben
also ob´s der letzte wär
klingt nach einem guten Plan
ich glaub ich fang gleich heute an
damit ich schon morgen sagen kann:
Ich hab mein Leben nicht vertan.

Schön und schwer (Themenslam „Eltern sein“)

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Ich hab zwar selber keine Kinder
doch ich bin mal eins gewesen
und wenn ich die Augen schließ
kann ich in meiner Kindheit lesen

Dann seh´ ich Szenen und Bilder
manche sanft, andere wilder
die meisten bunt, andere blass
einige traurig, viele voll Spaß

Ich weiß noch, ich war gerne draußen
da gab es so viel zu entdecken
wir fuhren Rad und bauten Dämme
spielten Fangen und Verstecken

kletterten auf Bäume und
liefen durch das Erbsenfeld
bis der Bauer uns vertrieb
ich liebte meine kleine Welt

Freute mich immer auf den Abend
wenn Papa dann nach Hause kam
und er, obwohl er müde war
sich Zeit für seine Kinder nahm

Kindergarten war nicht so meins
doch Schule hat mir Spaß gemacht
meinen Lehrer fand ich super
der hat uns echt viel beigebracht

Ich war an vielem interessiert
und außer in Mathe auch recht talentiert
Die Jahre vergingen und eher spät
kam ich dann in die Pubertät

anfangs hat´s keine Probleme gegeben
doch dann begannen die Schwierigkeiten
zum ersten Mal in meinem Leben
durchwanderte ich schlimme Zeiten

und stürzte innerlich ab
doch das wollte niemand sehen
bin immer mehr verzweifelt
konnt mich selber nicht verstehen

mein Leben war Chaos
lief nicht mehr rund
alles war kompliziert
und ich nicht mehr gesund

ich sehnte mich nach früher
als ich mir um nichts Sorgen machte
denn Mama und Papa hatten mich auch lieber
wenn ich nicht weinte sondern lachte

Ich glaub, Eltern sein heißt viel aushalten lernen
und sich nicht von Kindern zu entfernen
sondern in ihre Welt einzutauchen
wenn sie mal wirklich Hilfe brauchen

Ich glaub, Eltern sein heißt allgemein
für alles, was kommen mag, offen zu sein
und dass man Unangenehmes nicht von sich schiebt
weil´s immer irgendwo Lösungen gibt

Ich glaub, Eltern sein ist schön und schwer
man pendelt immer hin und her
versucht sein Bestes bis man checkt:
Niemand macht diesen „Job“ perfekt

Ich hab zwar selber keine Kinder
doch wenn ich in der Klasse steh
fühl ich mich oft wie eine Mutter
sobald ich meine Schüler seh´

Mal gelangweilt, mal hellwach
mal müde, mal erwartungsvoll
und wenn ich sie begeistern kann
find ich das immer wieder toll

Wenn sie Nähe suchen an schlechten Tagen
mir soooolche Löcher in den Bauch fragen
wenn sie etwas wirklich Kluges sagen
oder mir stolz ein Gedicht vortragen

Wenn ich spür, dass sie eine Beziehung aufbauen
weil sie merken, sie können mir vertrauen
wenn ich sehe, ich brauch sie gar nicht zwingen
sobald wir uns alle Respekt entgegenbringen

Ich klär mit ihnen Regeln und Werte
und zeige ihnen auch Grenzen auf
appelliere an ihren Verstand
und lass´ ihrer Fantasie freien Lauf

Das Miteinander funktioniert
wenn wir wissen, woran wir sind
und dass wir alle Verantwortung tragen
egal ob erwachsen oder Kind

Manchmal läuft alles wie geschmiert und
manchmal schmeiß´ auch ich die Nerven
dann zieh ich mich kurz mal zurück
statt mit Worten um mich zu werfen

Gespräche brauchen einen Rahmen
und vor allem Ehrlichkeit
denn nennt man Dinge nicht beim Namen
erzeugt das für alle bloß Unsicherheit

Ich glaub, Eltern sein heißt sich selbst gut zu kennen
und nicht vor Problemen davonzurennen
sondern gemeinsam nach Wegen suchen
um gute Erfolge zu verbuchen

Ich glaub, Eltern sein heißt ein Vorbild sein wollen
und zugleich mit dem Kind am Spielplatz rumtollen
vor allem heißt es jedoch, zu verstehen
dass Kinder die Welt ganz anders sehen

Ich glaub, Eltern sein ist schön und schwer
man pendelt immer hin und her
versucht sein Bestes bis man checkt:
Niemand macht diesen „Job“ perfekt

Und so wahr ich hier steh, sag ich:
Das ist okay
🙂

Wachgeküsst

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Immer dann wenn´s bei mir gut läuft
muss ich mich selber sabotieren
meinen Körper, meine Laune
oder sonst etwas ruinieren

bis ich unzufrieden bin
und dann fehlt mir der Lebenssinn
kaum frag ich mich „Wer bin ich schon?“
schleicht sie herein, die Depression

Vielleicht kann man mich nicht lieben
ich bin wohl einfach zu speziell
um nicht zu sagen kompliziert
und zu unkonventionell

In das Leben andrer Menschen
pass ich scheinbar nur hinein
wenn ich mich verbiege
und mich dabei selbst belüge

pausenlos tobt dieser Streit
in mir – zwischen Herz und Kopf:
Will ich Liebe oder Wahrheit?
Bin ich ein Deckel ohne Topf?

Doch plötzlich stehst du vor mir
platzt herein in meine Welt
und bevor ich weiß, was los ist
hast du sie auf den Kopf gestellt

Stehst da und behauptest, ich wäre toll
außergewöhnlich und wundervoll
wer das nicht erkennt, der verdient mich nicht
du entreißt mir den Scheffel und  stellst mich ins Licht

Du warst der, den ich gesucht hab
doch du kamst nicht, um zu bleiben
sondern um mich aufzuwecken
und Sand aus den Augen zu reiben

Hast mich dran erinnert
dass ich nicht alleine bin
und hast mir gezeigt
in mir steckt noch viel mehr drin

Hast mich ermutigt
größer zu träumen
und meinen Visionen
mehr Platz einzuräumen

Du hast zu mir gesagt
ich soll mich nicht verstecken
sondern den Mut haben
noch mehr anzuecken
weil du genau das an mir schätzt
von dem ich dachte, es entsetzt

Und obwohl ein Auge weint
wenn mein Herz dich mal vermisst
das andere Auge lacht
denn du hast mich wachgeküsst

Jetzt steh ich da und tue
was ich lange nicht gewagt hab
endlich passen meine Schuhe
und ich mag den neuen Maßstab

der meinen Selbstwert so bemisst
dass ihn kein Zweifel mehr zerfrisst
und als ich aufgehört hab, mich zu verrenken
konnt´ ich auch dir was Schönes schenken..

Dein Leben war in Ordnung
nicht perfekt, aber okay
hast viel erreicht und viel erlebt
und kamst gar nicht auf die Idee

dass dir zu deinem Glück was fehlt
dass du was suchst, war dir nicht klar
doch hast du dich nach was gesehnt
denn auf einmal war ich da

Einfach so, fast über Nacht
bin ich in dein Herz geschwirrt
hab dein Leben bunt gemacht
und deinen Verstand verwirrt

hab dich aus dem Konzept gebracht
gefährlich wie ein Drogenrausch
wild, aber dabei trotzdem sacht
und zärtlich wie ein Wattebausch

Ich war die, die du gesucht hast
doch ich kam nicht, um zu bleiben
sondern um dich aufzuwecken
und den Sand aus den Augen zu reiben

Hab dir gezeigt
dass Leben Abenteuer ist
hab dich daran erinnert
wie man mit Leib und Seele küsst

Ich hab dir gesagt
dass du großartig bist
und zwar immer wieder
damit du´s nicht vergisst

Hab dir eingetrichtert
an Gefühle zu glauben
wenn du glücklich sein willst
musst du dir das erlauben
statt auf den Gedanken reinzufallen
du solltest anderen gefallen

Und obwohl ein Auge weint
wenn dein Herz mich mal vermisst
das andere Auge lacht
denn ich hab dich wachgeküsst

Wir stehen uns gegenüber
du versinkst in meinem Blick
und ich in deinen Armen
doch es fehlt ein Stück zum Glück

Wie bei ´ner Sternschnuppe am Himmel
die hell strahlt und dann verlischt
ist uns zweien in diesem Märchen
leider das Happy End entwischt

In einem andren Universum
wären du und ich perfekt
und doch hat die Geschichte
für uns irgendwas bezweckt

auch wenn es weh tut und wenn keiner
das hier so recht versteht, ich denk
Begegnungen wie diese
sind trotzdem ein Geschenk

Weil wir manchmal Menschen brauchen
die uns aus alten Bahnen werfen
uns den Boden einfach wegziehen
und damit uns´re Sinne schärfen
damit wir nicht in Sackgassen enden
und kostbare Lebenszeit verschwenden

Frag´ nicht nach falsch oder richtig
denn das ist nicht so wichtig
wenn ein echtes Gefühl
zelebriert werden will
das Leben ist da um „Fehler“ zu machen
und aus fremden Träumen aufzuwachen

Voll Dankbarkeit für uns´re Zeit
nehm ich mein Schicksal in die Hände
Wie heißt´s so schön?
„Solang´s nicht gut ist, ist es auch noch nicht das Ende!“

Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt
in Wahrheit ist es auch egal
für den Moment reicht mir der Glaube
an einen zarten Hoffnungsstrahl

ich werd ihm folgen, ohne Angst
das Leben weiß schon was es tut
ist ein Kapitel fertig
wird das nächste doppelt gut

Wenn also einer von uns weint
weil er den and´ren grad vermisst
können wir trotz allem lächeln
denn wir haben uns wachgeküsst..

Grau ist gut

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Novemberstimmung
grau in grau
wenn ich aus meinem Fenster schau
dann erkenn ich nicht genau

ob es früh ist oder spät
ob die Erde sich noch dreht
ob der Tag gelaufen ist
und die Sonne mich auch vermisst

Was wir nicht mögen, ist meistens grau
wie Staub und Schmutz und Autobahnstau
die graue Masse hat keine Klasse
die graue Maus kommt nicht aus sich raus
die graue Theorie interessiert so gut wie nie
und ist der Alltag grau wird die Stimmung flau

Grau – das sind die Anzugträger
und die Paragraphenjäger
grau ist so ein Markenzeichen
der Spießer, Langweiler und Reichen

bei Grau denkt man an Friedhof
und im Web steht grau für off-
line
das Image dieser Farbe
könnte wirklich besser sein

Grau ist wie ein Sündenbock
grau drückt unsere Stimmung runter
wir sind davon umgeben
doch wir hättens gerne bunter
dabei ist´s weder gut noch schlecht
grau ist nicht böse – nein, grau ist echt
denn

Weiß wird schnell dreckig
und Schwarz kann verblassen
was bleibt ist ein Grau
und das lässt sich schwer fassen

man kann es selten definieren
und mitunter wird’s passieren
dass wir uns verlieren
in vernebelten Träumen
und Zwischenräumen

nicht Ja und nicht Nein
nicht Sein und nicht Schein
nicht zusammen, nicht allein
sondern irgendwo dazwischen

weit vom Anfang, fern vom Ziel
stehen wir da und stellen fest
auch Grau gehört zum Farbenspiel
und ist nicht schlechter als der Rest

Grau wird unterschätzt
und ich fang an zu kapieren
ohne diese Farbe
würd unsre Welt nicht funktionieren

Wir bauen Häuser aus Beton
und kein Sturm trägt sie davon
dank Energie aus grauen Rohren
ist noch keiner von uns hier im Winter erfroren

Ohne Dübel und Nägel und Haken und Schrauben
brächen Möbel zusammen und Gartenlauben
Laternenmasten sehen selten gut aus
doch sie spenden uns Licht und das bringt uns nach Haus

Graue Straßen und Schienen, auf denen wir fahren
sind´s, die uns holprige Reisen ersparen und
dank Erfindung der Blitzableiter
schlafen wir nachts bei Gewitter ruhig weiter

Grau sind die Wege, auf denen wir gehen
auch im Großstadtdschungel
gibt´s vieles zu sehen
graue Schnallen schließen Schuhe
oder öffnen uns die Türen
zu Tausenden von Mikrokosmen
in die wir rein- und rausmarschieren

Grau kann erhalten und grau kann vernichten
Grau steht für Zerstörung
und grau schreibt Geschichten
denn

Weiß wird schnell dreckig
und Schwarz kann verblassen
was bleibt ist ein Grau
und das lässt sich schwer fassen

man kann es selten definieren
und mitunter wird’s passieren
dass wir uns verlieren
in vernebelten Träumen
und Zwischenräumen

nicht Ja und nicht Nein
nicht Sein und nicht Schein
nicht zusammen, nicht allein
sondern irgendwo dazwischen

weit vom Anfang, fern vom Ziel
stehen wir da und stellen fest
auch Grau gehört zum Farbenspiel
und ist nicht schlechter als der Rest

Wir wollen glänzen, leuchten, strahlen
glitzern, scheinen, wir wollen prahlen
so farbenprächtig wie ein Pfau
denn wer bewundert schon ein Grau?

Dabei ist´s doch fast wie Silber
halt nicht glänzend, sondern matt
und…wär die Welt voll Regenbögen
hätten wir auch die mal satt

Grau ist neutral
ist…genauso wie wir
wenn wir uns nicht entscheiden wollen
ist die Grauzone unser Revier

Grau lässt Raum für Fantasie
aus einem Guss, das sind wir nie
haben Schatten und Nuancen
und dank Grau so viele Chancen

uns auszuprobieren
ohne alles zu riskieren
wer immerzu blau ist,
sieht irgendwann rot
und wenn jemand mal grau ist,
ist er lang noch nicht tot

sondern vielleicht nur auf der Suche
nach einer Farbe, die ihm steht
als Kontrast zu einem Grau
ohne das es eh nicht geht

wenn der Himmel wieder trüb ist
gebt dem Wetter nicht die Schuld
es bleibt ja nie für immer so
wir brauchen einfach nur Geduld

Also lächle und dreh den Spieß herum
verleih dem Grau Berechtigung
denn

Weiß wird schnell dreckig
und Schwarz kann verblassen
was bleibt ist ein Grau
und das sollten wir so lassen

weit vom Anfang, fern vom Ziel
bleibt unser Weg ein Farbenspiel
und das schließt eben keinen aus

weder den November noch die graue Maus.

Gesichter (faces and farces)

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Es gibt so viel Gesichter
knapp 7,3 Milliarden
kaum eines gleicht dem andren
und doch – sind es bloß Fassaden

manche prunkvoll und verziert
andere wild und unrasiert
bunt bemalt oder natur
halb versteckt hinter der Frisur

manche ziemlich elegant
andere extrem markant
die einen strahlen fast schon grell und
andere vergisst du schnell

Gesichter gibt’s in vielen Farben
makellos oder mit Narben
manche sind echt wunderschön
und andre willst du gar nicht sehn

viele sprechen Bände
ohne nur ein Wort zu sagen
aus andren wirst du niemals schlau
und manche können Angst einjagen

Ich steh und schau in die Gesichter
all der namenlosen Dichter
deren Geschichten ich nur erkenn
wenn ich nicht blind durchs Leben renn
denn mein Gegenüber, dieses DU
gehört jetzt grad zu mir dazu

Meist schauen wir in Gesichter
und spielen vorschnell Richter
Es sind Millisekunden die darüber entscheiden:

Du bist mir egal und
dich kann ich leiden,
du bist sicher ur deppat
und du zu bescheiden,
dich find ich cool und dich?!
Werd ich meiden..

Wir schauen mit den Augen
doch nur das Herz kann wirklich sehen
wir denken mit dem Kopf
doch nur die Seele kann verstehen

dass wir alle Masken tragen
ehe wir uns zu zeigen wagen

Manche sind laut, andre sind leise
viele sind dumm und ein paar ziemlich weise
Es gibt solche, die Gefühle zeigen
und solche, die eher zum Pokerface neigen

Dann gibt´s auch solche, die freundlich scheinen
obwohl sie es gar nicht gut mit dir meinen
und die, die immer skeptisch schauen
weil sie sich fürchten, erneut zu vertrauen

Und manche wirken so frustriert
dass einem das eigene Lächeln gefriert

In vielen Gesichtern stehen Sorgenfalten
schon bei den Jungen, nicht nur bei den Alten

Den einen kann schon mal die Mimik entgleisen
andre sind verbissen, wollen der Welt was beweisen
und die, die überall fröhlich erscheinen
sind die, die gelernt haben, heimlich zu weinen

Und du? Wer bist du?
Ich stehe da und schau
und werd nicht wirklich schlau
ich spür, dass du was verborgen hast
wahrscheinlich aus Angst, dass du mir sonst nicht passt

Doch vielleicht ist mein Gesicht der Spiegel
in dem du dich selbst erkennst
aus ihm spricht dann dein Leben
und du wirst dir nichts vergeben

wenn du ´nen 2. Blick riskierst
und dich dabei kurz selbst verlierst
keine Sorge, du gehst nicht verloren
du wirst daran wachsen und nochmal geboren

Also schau in die Gesichter
all der namenlosen Dichter
deren Geschichten du erkennst
wenn du mal nicht durchs Leben rennst
denn dein Gegenüber, dieses DU
gehört jetzt grad zu dir dazu

Ist sie traurig?
Geht’s ihm gut?
Hat sie Träume?
Fehlt ihm Mut?
Ist er einsam?
Sind sie glücklich?
Die meisten interessiert´s nicht wirklich

Jeder Mensch ein Universum
voller Monde und Planeten
doch wir beurteilen die Fassade
und sehen Genies oder Proleten

Aber lass dich nicht täuschen
dahinter steckt mehr
such´ die Geschichte denn
keine Hülle ist leer

Nimm dir Zeit und bleib mal stehen
lass dir nicht das Menschsein entgehen

Der Punkt, an dem eine Maske fällt
ist der, der im Leben wirklich zählt
weil wir sie nur solange tragen
bis wir uns zu zeigen wagen

Und plötzlich erkennst du in Gesichtern
von bisher namenlosen Dichtern
worum´s in deiner Geschichte geht
und warum sich die Welt ohne dich anders dreht

Wer weiß?
Mein nächstes Gegenüber
das bist vielleicht schon du, denn
wir 7,3 Milliarden
gehören alle zu „faces & farces“dazu..

Was ist „faces & farces?“ Hier die Geschichte dazu..

Lehrer sein

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Wir studieren tagaus, tagein
denn bald schon, da wollen wir Lehrer sein
ich mach mir darüber so meine Gedanken
und die bringen meinen Geist ins Wanken

denn es scheint fast egal, was wir inhaltlich machen
im Schulalltag zählen eh nur 3 Sachen:
– Freiarbeit: super
– Sitzkreis: geht immer
– und: bloß nicht den Boss spielen!
doch es kommt noch viel schlimmer…

Keiner zeigt uns wie es geht
das Unterrichten, und es steht
auch in keinem Buch
ganz egal wo ich such

Methodenvielfalt, gut und schön
ich würd gern Fachdidaktik sehn
nur meistens seh ich: Beschäftigungstherapie
die Arbeitsblattlawine rollt wie nie

solang die Kinder etwas tun
können Lehrer sich ausruhn
und haben nur noch Aufsichtspflicht
da stimmt doch irgendetwas nicht!

Da geht’s nur um Leistung, nicht um das Leben
wir sollten weniger Schneiden und Kleben
sondern Perspektiven geben
die das Niveau tatsächlich heben

Ich will Rebellen und Autodidakten
keine Reproduzenten von Fakten
Kinder, die etwas wissen wollen
und nicht bloß das tun was sie sollen
ich will mutige Kids, die querdenken können
und sich nicht im Stationenbetrieb verrennen
ich wünsch mir mündige junge Leute
und keine weitere Mainstream-Meute
denn davon gibt’s schon jetzt zu viel
drum brauchen wir ein neues Ziel

Ich gebs zu ich steh auf Bildungstheorie
denn Unterricht BRAUCHT eine Philosophie
sonst wird er zum Selbstzweck
dank Kompetenz-Check

Die Bildungsstandards sind definiert
darum wird nicht mehr experimentiert
Echte Bildung ist heut Luxus
doch den sollten wir uns gönnen
wenn wir nicht wollen dass wir als Lehrer
nur wie Marionetten rumrennen

BIFIE und Ministerium
die führen uns an der Nase rum
verkaufen uns kollektiv für dumm
und wir spielen immer noch mit – warum?

Die moderne Didaktik
ist bloß noch Taktik
um den Umstand zu verschleiern
dass wir als Lehrer meist rumeiern

Wir denken nur noch in Lehrplan-Etappen
sind stolz auf dicke Sachunterrichtsmappen
am Ende des Tages wurde viel gemacht
aber hat´s den Kindern was gebracht?

Was sie heut in der Schule lernen
führt dazu, dass sie sich entfernen
von dem was zählt – und das ist
all das, worauf man gern vergisst
vor lauter „teaching to the test“
bekommt die Fantasie Arrest

wir sollten nicht fördern um Pisa zu meistern
sondern die Kids für sich selbst begeistern
für ihre Träume und Visionen
für neue Ideen und nicht für Schablonen
denn wie sollen sie die Welt verändern
wenn sie auf alten Pfaden schlendern?

Ich will Rebellen und Autodidakten
keine Reproduzenten von Fakten
Kinder, die etwas wissen wollen
und nicht bloß das tun was sie sollen
ich will mutige Kids, die querdenken können
und sich nicht im Stationenbetrieb verrennen
ich wünsch mir mündige junge Leute
und keine weitere Mainstream-Meute
denn davon gibt’s schon jetzt zu viel
drum brauchen wir ein neues Ziel

Doch das Dilemma fängt schon an
mit Schema F für den Unterrichtsplan
wie sollen wir unseren eignen Stil finden
wenn wir uns an Formulare binden?

Wir denken uns nicht richtig rein
oder wie sonst kann es denn sein
dass wir auf Wikipedia bauen
anstatt uns wirklich umzuschauen?
Wir nehmen was wir am schnellsten kriegen
Lehrerweb und schule.at muss genügen
doch
wenn wir unser Hirn ausschalten
und tun was andre für richtig halten
wenn wir nicht den Sinn einer Sache sehn
sollten wir nicht in der Klasse stehn

Wenn wir nicht lernen zu reflektieren
was wir da tun und es auch kritisieren
wenn wir in der Praxis dilettieren
dann werden wir niemanden inspirieren

Lehrer sein – das braucht seine Zeit
drum fragt euch: Bin ich schon soweit?
Wenn nein, dann stellt euch neue Fragen
die den Methoden-Wahn verjagen

Denn es geht nicht um die Form
auch nicht um eine Bildungsnorm
diese Dinge sind flüchtig
drum ist es so wichtig
eine Strategie zu finden
wo keine Inhalte verschwinden

Noch studieren wir tagaus, tagein
doch bald schon werden wir Lehrer sein
drum müssen wir uns überlegen:
Was wollen wir einmal bewegen?

ICH wünsch mir mündige junge Leute
und keine weitere Mainstream-Meute
denn davon gibt’s schon jetzt zu viel
drum such ich mir ein höheres Ziel!

Diesmal (oder: Die Konjunktiv-Liebe)

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Es fängt immer ganz harmlos an
da fühl ich mich noch richtig gut
doch dann folgt die Achterbahn
und ich stürz in eine Flut
von Emotionen
die in mir wohnen
und das werd ich jetzt vertonen…

Wer mich nicht kennt, dem sei beschrieben
ich hab ein w i r k l i c h e s Talent
mich in den Falschen zu verlieben
sodass mein Herz fast ständig brennt

Von einem Fehlgriff gleich zum nächsten
die Geschichte meines Lebens
obwohl´s mich in den Wahnsinn treibt
den Lerneffekt such ich vergebens

Ich verhalt mich nicht sehr schlau
flieg wie die Motte Richtung Licht
dabei WEISS ich ganz genau
was mir gut tut und was nicht

Ich will einen der ZU mir steht
und nicht nur irgendwie auf mich steht
keinen der mir den Kopf verdreht
und dann wieder eigene Wege geht

Sondern einen der bleibt
einen, der mir nicht schreibt
dass er mich vermisst
während er eine andere küsst

Der mir nicht sagt: Es tut mir leid
heut geht´s nicht, ich hab keine Zeit..

Oder: „Ich find dich super, aaaber….“
und dann hör ich das Gelaber
von Freiheitsdrang und Unklarheit
von Schuldgefühlen und Selbstmitleid

Nach dem Motto:
„ich wünschte ich könnt, aber es geht einfach nicht“
und obwohl ich das kenn
ist´s wie ein Schlag ins Gesicht

Jedes Mal zerplatzt ein Traum
so wie eine Seifenblase
und die Frage steht im Raum
warum steck ich meine Nase
aber auch ständig in Geschichten
die meinen Selbstwert so vernichten?

Wenn ich dann wieder solo bin
geb ich mich meinen Werten hin
leb meinen Single-Masterplan
doch bald kommt schon der nächste Mann

der mir meinen Kopf verdreht
nicht gleich wenn er vor mir steht
aber es dauert nicht sehr lang
und ich vergess den Masterplan

Denn diesmal ist es anders
DU bist nicht so wie mein Ex
diesmal ist es anders
denn es geht nicht nur um Sex
diesmal regieren nicht die Triebe
du und ich – das schmeckt nach Liebe

Diesmal, dacht ich, steh ich drüber
doch jetzt erwischt es mich schon wieder

Ich glaub ich brauch ne Therapie
denn ich schaff es einfach nie
diesem Reiz zu widerstehen
den komplizierten Weg zu gehen

In der Hoffnung: Dieses Mal
endet die Story nicht fatal..

Wir wollten doch nur Freunde sein
zwei Kumpels die sich gut verstehen
die über alles reden können und
sich nicht an die Wäsche gehen

doch die Rechnung geht nicht auf
jetzt haben wir uns doch verknallt
Gedanken an dich sind wie Musik
die mir in den Ohren hallt

Du schleichst dich nachts in meine Träume
und ich find das gar nicht komisch
denn was wir im Geist aufführen
ist alles andre als platonisch

Jetzt sind wir zerrissen
uns plagt das Gewissen
noch ist nichts passiert
doch wir sind echt verwirrt

Ich hab dich noch nicht berührt
du hast mich noch nicht verführt
wir wissen nicht, was wir da tun
Fakt ist: wir sind nicht immun
gegen die Chemie
und die kribbelnde Magie

Denn diesmal ist es anders
du und ich, wir sind komplex
diesmal ist es anders
denn es geht nicht nur um Sex
diesmal regieren nicht die Triebe
du und ich – das schmeckt nach Liebe

Dieses Ticket in die Hölle
durch die wir uns jetzt jagen
das haben wir uns selbst gekauft
und ich wünscht du würdest sagen

„Ich verlasse Frau und Kind
bin ab sofort für alles blind
außer für dich und deine Augen
die mich in deine Seele saugen
ich vergess den Masterplan
und fang mit dir von vorne an“

Aber…das wird nicht passieren
ich werd erneut mein Herz verlieren
ich weiß, du machst mir Schwierigkeiten
und dennoch lass ich mich verleiten

Ich denk mir nein, ich lass es sein
und kippe trotzdem wieder rein
vergesse, wer ich selber bin
und geb mich Fantasien hin

Denk mir: Diesmal ist es anders
deine Freundin ist bald Ex
diesmal ist es anders
und dann haben wir auch Sex
in mir regen sich die Triebe
denn du und ich – das schmeckt nach Liebe

He da war doch dieser Schwur
ich sagte mir: keine Zensur
und keine Kompromisse mehr
dann kommt der Richtige daher

Tja, ich bild mir dennoch ein
ich hätt ihn schon in dir gefunden
und du erkennst es bloß noch nicht
also verbring ich viele Stunden

damit dich zu vermissen
aus den Stunden werden Tage
dieses Warten ist beschissen
und ich quäl mich mit der Frage

Geht die Rechnung jemals auf?
Nimmt die Welt mal meinen Lauf?
Denn ich merk, auch dieses Mal
endet die Story für mich fatal

es ist diesmal nicht anders
ICH bin wiedermal die Ex
das Einzige was anders ist
wir beide hatten nicht mal Sex
der Geist war stärker als die Triebe
und du und ich…nur Konjunktiv-Liebe

Wacht auf!

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Wo kommen wir her
und wo wollen wir hin?
Diese Frage macht nur Sinn
Wenn wir auch sehn
wo wir im Augenblick stehn
bevor wir einfach weitergehn…

Die meisten von uns erkennens noch nicht
doch die Welt ist längst aus dem Gleichgewicht
und es passiern so viele Sachen
die mich ziemlich traurig machen:

Unser Gewand wird produziert
in Asien und exportiert
Kunststoff-Fasern irritieren die Haut
die Farben sind toxisch doch darauf wird nicht geschaut

Unser Essen macht uns kaputt
dank Chemie schmeckts trotzdem gut
Im Grundwasser gibt’s Schwermetall
und Antibiotika im Hühnerstall

Pestizide im Gemüse
Feinstaub in der Luft
aber das passt schon, niemand wird böse
wenn man den Grenzwert höherstuft

Allergien wohin man schaut
Gütesiegeln wird blind vertraut
Duschgels und Bier mit Plastik drin
Konzernpolitik, CO2, Kerosin

Wir werden vergiftet
und zwar mit System
doch wir wehren uns nicht
denn wir sind zu bequem
die Wirtschaft lacht
und der Mensch geht drauf
Leute, wacht auf!
Es geht nicht um Hin- oder Herkunft
sondern um Ankunft
um den Gebrauch der Vernunft
denn das hier… hat keine Zukunft

Elektrozeug kaufen
uns die Birne wegsaufen
um Schnäppchen raufen
und Trends nachlaufen

Fernsehn in HD, Kino in 3D,
Filme auf Blu-Ray und schon
kommt der nächste Schmäh
biegsame Handies und Google-Brillen
wann hört das auf um Himmels Willen?

Die Technikreligion
sie hat uns alle schon
zu Sklaven gemacht
still und heimlich über Nacht

Wir werden verführt
und zwar mit System
doch wir wehren uns nicht
denn wir sind zu bequem
die Wirtschaft lacht
und die Erde geht drauf
Leute, wacht auf!
Es geht nicht um Hin- oder Herkunft
sondern um Ankunft
um den Gebrauch der Vernunft
denn das hier… hat keine Zukunft

Die Tage sie laufen
uns fast übern Haufen
sind voll mit Terminen
noch sind wir auf Schienen

doch wie lange geht das gut?
Kriegt ihr noch mit was ihr so tut?
Warum haben wir´s so eilig?
Sind uns die falschen Dinge heilig?
Lebenserwartung? Immer länger!
und der Zeitplan? Trotzdem enger!

Was ist fake und was ist echt?
Sich das zu fragen wär nicht schlecht
wo kommt das her, wo führts mich hin
und wo versteckt sich bloß der Sinn?

Wir werden gestresst
und zwar mit System
doch wir wehren uns nicht
denn wir sind zu bequem
Die Wirtschaft lacht
und der Mensch geht drauf
Leute, wacht auf!
Es geht nicht um Hin- oder Herkunft
sondern um Ankunft
um den Gebrauch der Vernunft
denn das hier… hat keine Zukunft
Ich will euch gar nicht deprimieren
doch wir sollten echt kapieren
dass wir etwas ändern müssen
denn warum solln die Kinder büßen?

Intrigen, Armut, Korruption
gezielte Genmanipulation
Regenwaldsterben und Ozon
die Medien sind voll davon

wir regen uns zwar manchmal auf
lassen den Dingen aber doch ihren Lauf
Artensterben, Erderwärmung
Inflation und Fernsehwerbung
Geheimabkommen, Datenklau
Krieg und Atom-Supergau

Terror, Machtgier, Lügen, Geld
Mord und Totschlag, diese Welt
in der wir leben
hat man uns umsonst gegeben
wenn WIR zu faul sind um zu handeln
wird sich nichts zum Bess´ren wandeln
doch…

Wir können was ändern
und zwar mit System
denn wenn wir uns wehren
wird das unbequem
für die Wirtschaft
doch für die Erde geht’s bergauf
Leute, wacht auf!
Es geht nicht um Hin- oder Herkunft
sondern um Ankunft
um den Gebrauch der Vernunft
und zwar für unsere Zukunft..

Ich will

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Diese unsichtbare Mauern
ständig laufe ich dagegen
Dämonen scheinen drauf zu lauern
dass ich versuch, mich zu bewegen

auf unbekanntes Land
das mehr Lebendigkeit verspricht
komm schon, gib mir deine Hand
schau mir einfach ins Gesicht

Ich will, dass du dich fragst
was du dich noch nie gefragt hast und
ich wünsch mir, dass du sagst
was du noch niemandem gesagt hast

Oberflächen abzuchecken
das entspricht unsrer Kultur
doch warum wolln wir uns verstecken?
Wohin führt uns die Zensur?

Woher kommt bloß diese Angst
unsere Masken fallen zu lassen?
Wenn du mir zeigst, dass du auch schwankst,
würd ich dich doch nicht verlassen!

Im Gegenteil – es wär so schön
deinen Schatten klar zu sehn
dann würd auch ich mich freier fühlen
hätt keine Angst, mich zu verkühlen

wenn ICH mal all das da sein lasse
wofür ich mich oft heimlich hasse
was ich versuch, keinem zu zeigen
doch mein Herz, das will nicht schweigen

das kann sich nicht zufrieden geben
mit dem was war, es will erleben
was möglich ist wenn wir es wagen
uns all das ins Gesicht zu sagen
war wir uns wünschen und so denken
anstatt uns ständig abzulenken

Schalt den Fernseher heut nicht ein
bring mich heut mal nicht zum Lachen
ich will kein Spielverderber sein
doch lass uns jetzt was andres machen

Nein, wir gehen nicht ins Bett
klar, das wäre ziemlich nett
doch ich will reden
denn die Fäden

an denen wir baumeln
die lösen sich auf
hab keine Lust, nur zu taumeln
im Frust bis ich ersauf

im Strudel einsamer Gedanken
die sich dir entgegenranken
ohne dass du es erkennst
weil du schon wieder friedlich pennst

Nein, heut geb ich keine Ruh
hör mir bitte einfach zu
bleibe wach und schlaf nicht ein
das muss uns beiden wichtig sein

Ich will, dass du dich fragst
was du dich noch nie gefragt hast und
ich wünsch mir, dass du sagst
was du mir noch nicht gesagt hast

Ich will wissen was du fühlst
wer bin ich eigentlich für dich?
Ich will wissen was du willst
denn viel zu oft da frag ich mich

Haben du und ich ein Ziel
oder ist es bloß ein Spiel
auf Zeit?
Also ich wär schon bereit

mich noch tiefer einzulassen
ich glaub, ich würde was verpassen
wenn ich´s nicht wenigstens probier´
aber schaff ich das mit dir?

Wagst du das Experiment
das mir so auf der Seele brennt?

Schenk mir was von deinem Leben
ich werd dir was von meinem geben
ich find das ist ein fairer Deal
und außer Mut kostet´s nicht viel

Ich will wissen, wer du bist
wenn du einfach mal vergisst
was bisher war in deinem Leben
tu so, als würds nur den Augenblick geben!

Jetzt wär´s schön, wenn du dich fragst
was du dich noch nie gefragt hast denn
ich wünsch mir, dass du sagst
was du noch niemandem gesagt hast

Aber nicht mit dem Verstand
der kann für uns grad gar nichts tun
außer die Mauern zu verstärken
die gegen echte Nähe werken

In mir drin ist soviel Liebe
will sie teilen, will sie schenken
und mir nicht vor lauter Coolness
meinen Herzmuskel verrenken

Ich weiß ich kann mich jetzt blamieren
und trotzdem muss ich es riskieren
wenn ich die Wahrheit wissen will
du siehst mich an, ich werde still
schließ meine Augen, atme aus
und jetzt lass ichs einfach raus:

„Weißt du…ich bin nur ein Mädchen
das vor einem Jungen steht
und ihn bittet, es zu lieben.
Denn noch ist´s dafür nicht zu spät..“

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