Der erste Workshop

xxxxxx Code is in

Wacht auf!

Du siehst & hörst hier nichts? Dann hol dir die Soundcloud-App!

Wo kommen wir her
und wo wollen wir hin?
Diese Frage macht nur Sinn
Wenn wir auch sehn
wo wir im Augenblick stehn
bevor wir einfach weitergehn…

Die meisten von uns erkennens noch nicht
doch die Welt ist längst aus dem Gleichgewicht
und es passiern so viele Sachen
die mich ziemlich traurig machen:

Unser Gewand wird produziert
in Asien und exportiert
Kunststoff-Fasern irritieren die Haut
die Farben sind toxisch doch darauf wird nicht geschaut

Unser Essen macht uns kaputt
dank Chemie schmeckts trotzdem gut
Im Grundwasser gibt’s Schwermetall
und Antibiotika im Hühnerstall

Pestizide im Gemüse
Feinstaub in der Luft
aber das passt schon, niemand wird böse
wenn man den Grenzwert höherstuft

Allergien wohin man schaut
Gütesiegeln wird blind vertraut
Duschgels und Bier mit Plastik drin
Konzernpolitik, CO2, Kerosin

Wir werden vergiftet
und zwar mit System
doch wir wehren uns nicht
denn wir sind zu bequem
die Wirtschaft lacht
und der Mensch geht drauf
Leute, wacht auf!
Es geht nicht um Hin- oder Herkunft
sondern um Ankunft
um den Gebrauch der Vernunft
denn das hier… hat keine Zukunft

Elektrozeug kaufen
uns die Birne wegsaufen
um Schnäppchen raufen
und Trends nachlaufen

Fernsehn in HD, Kino in 3D,
Filme auf Blu-Ray und schon
kommt der nächste Schmäh
biegsame Handies und Google-Brillen
wann hört das auf um Himmels Willen?

Die Technikreligion
sie hat uns alle schon
zu Sklaven gemacht
still und heimlich über Nacht

Wir werden verführt
und zwar mit System
doch wir wehren uns nicht
denn wir sind zu bequem
die Wirtschaft lacht
und die Erde geht drauf
Leute, wacht auf!
Es geht nicht um Hin- oder Herkunft
sondern um Ankunft
um den Gebrauch der Vernunft
denn das hier… hat keine Zukunft

Die Tage sie laufen
uns fast übern Haufen
sind voll mit Terminen
noch sind wir auf Schienen

doch wie lange geht das gut?
Kriegt ihr noch mit was ihr so tut?
Warum haben wir´s so eilig?
Sind uns die falschen Dinge heilig?
Lebenserwartung? Immer länger!
und der Zeitplan? Trotzdem enger!

Was ist fake und was ist echt?
Sich das zu fragen wär nicht schlecht
wo kommt das her, wo führts mich hin
und wo versteckt sich bloß der Sinn?

Wir werden gestresst
und zwar mit System
doch wir wehren uns nicht
denn wir sind zu bequem
Die Wirtschaft lacht
und der Mensch geht drauf
Leute, wacht auf!
Es geht nicht um Hin- oder Herkunft
sondern um Ankunft
um den Gebrauch der Vernunft
denn das hier… hat keine Zukunft
Ich will euch gar nicht deprimieren
doch wir sollten echt kapieren
dass wir etwas ändern müssen
denn warum solln die Kinder büßen?

Intrigen, Armut, Korruption
gezielte Genmanipulation
Regenwaldsterben und Ozon
die Medien sind voll davon

wir regen uns zwar manchmal auf
lassen den Dingen aber doch ihren Lauf
Artensterben, Erderwärmung
Inflation und Fernsehwerbung
Geheimabkommen, Datenklau
Krieg und Atom-Supergau

Terror, Machtgier, Lügen, Geld
Mord und Totschlag, diese Welt
in der wir leben
hat man uns umsonst gegeben
wenn WIR zu faul sind um zu handeln
wird sich nichts zum Bess´ren wandeln
doch…

Wir können was ändern
und zwar mit System
denn wenn wir uns wehren
wird das unbequem
für die Wirtschaft
doch für die Erde geht’s bergauf
Leute, wacht auf!
Es geht nicht um Hin- oder Herkunft
sondern um Ankunft
um den Gebrauch der Vernunft
und zwar für unsere Zukunft..

Erster öffentlicher Auftritt – ohne Socken

Bestärkt durch das tolle Feedback der Open MIC Session hab ich mal ein wenig recherchiert, ob es in meiner Stadt so etwas wie Poetry Slam Locations gibt. Und bin erstaunt, wie groß die lokale Szene bereits ist!

Hab mich zum nächstmöglichen Termin angemeldet, Familie und Freunde eingeladen und bin losgezogen.
Es ist ein richtig schöner Frühlingstag, doch als ich bei der Bushaltestelle stehe bricht ein Weltuntergangs-Gewitter aus und es regnet in Strömen.
Es ist dunkel, ich habe keine Ahnung wo das Lokal ist und renne kreuz und quer durch die Gegend. Ich bin durch und durch nass, als ich endlich das Lokal betrete. Von meinen Leuten ist noch niemand da. Ich erkundige mich an der Bar, bei wem ich mich hier melden soll wenn ich auftreten möchte, und der Barkeeper deutet in Richtung Bühne.
Ich komme mit ein paar Leuten ins Reden und stelle fest, dass – vermutlich wetterbedingt – die meisten Anwesenden nur zum Zuhören da sind.

Langsam werde ich nervös.
Meine Stiefel, so weiß ich jetzt, sind nicht wasserdicht. Habe klitschnasse Füße. So will ich nicht auf der Bühne stehen, also gehe ich auf die Toilette, ziehe meine durchnässten Socken aus, stopfe mir mehrere Lagen Klopapier in die Schuhe, träufle ein paar Notfalltropfen auf meine Zunge und gehe wieder zurück ins Lokal.
Mittlerweile sind meine Leute eingetroffen und ich bin verdammt erleichtert, endlich bekannte Gesichter zu sehen.

Aufgrund der zu geringen Teilnehmeranzahl wird es kein richtiger Poetry Slam mit Publikumswertungen, Ranking und Siegerehrung sondern einfach ein gemütlicher Abend ohne Wettbewerb, der deutlich macht, wie unterschiedlich Slam-Poeten sind. Manche reimen, andere lesen die Texte einfach vor, und alle wirken auf ihre Art authentisch und erfahren. Ich lausche, lache und staune vor mich hin.

Als ich bemerke, dass ich die Nächste auf der Liste bin, fängt mein Herz wie verrückt zu schlagen an und ich schlinge die Arme meines besten Freundes ganz eng um meine Brust, um mich zu beruhigen.

Dann wird mein Name aufgerufen, Leute applaudieren und plötzlich stehe ich im Scheinwerferlicht.
Irgendwie geht alles sehr schnell. Ich trage meinen Text vor und bemühe mich, vor Aufregung nicht zu schnell zu sprechen. Mit dem Atmen komme ich diesmal besser klar und ich genieße die aufmerksamen Blicke der Zuschauer. Einzig das Mikro ist an diesem Abend nicht mein Freund, denn es quietscht an manchen Stellen und das lässt mich jedesmal zusammenzucken. Trotzdem gelingt mir eine fehlerfreie Performance.

Fertig. Danke. Applaus. Glückwünsche. Erleichterung. Nach dem letzten Beitrag des Abends und ein wenig Smalltalk mache ich mich wieder auf den Heimweg.

Ohne Socken, aber glücklich.

Ich will

Du siehst & hörst hier nichts? Dann hol dir die Soundcloud-App!

Diese unsichtbare Mauern
ständig laufe ich dagegen
Dämonen scheinen drauf zu lauern
dass ich versuch, mich zu bewegen

auf unbekanntes Land
das mehr Lebendigkeit verspricht
komm schon, gib mir deine Hand
schau mir einfach ins Gesicht

Ich will, dass du dich fragst
was du dich noch nie gefragt hast und
ich wünsch mir, dass du sagst
was du noch niemandem gesagt hast

Oberflächen abzuchecken
das entspricht unsrer Kultur
doch warum wolln wir uns verstecken?
Wohin führt uns die Zensur?

Woher kommt bloß diese Angst
unsere Masken fallen zu lassen?
Wenn du mir zeigst, dass du auch schwankst,
würd ich dich doch nicht verlassen!

Im Gegenteil – es wär so schön
deinen Schatten klar zu sehn
dann würd auch ich mich freier fühlen
hätt keine Angst, mich zu verkühlen

wenn ICH mal all das da sein lasse
wofür ich mich oft heimlich hasse
was ich versuch, keinem zu zeigen
doch mein Herz, das will nicht schweigen

das kann sich nicht zufrieden geben
mit dem was war, es will erleben
was möglich ist wenn wir es wagen
uns all das ins Gesicht zu sagen
war wir uns wünschen und so denken
anstatt uns ständig abzulenken

Schalt den Fernseher heut nicht ein
bring mich heut mal nicht zum Lachen
ich will kein Spielverderber sein
doch lass uns jetzt was andres machen

Nein, wir gehen nicht ins Bett
klar, das wäre ziemlich nett
doch ich will reden
denn die Fäden

an denen wir baumeln
die lösen sich auf
hab keine Lust, nur zu taumeln
im Frust bis ich ersauf

im Strudel einsamer Gedanken
die sich dir entgegenranken
ohne dass du es erkennst
weil du schon wieder friedlich pennst

Nein, heut geb ich keine Ruh
hör mir bitte einfach zu
bleibe wach und schlaf nicht ein
das muss uns beiden wichtig sein

Ich will, dass du dich fragst
was du dich noch nie gefragt hast und
ich wünsch mir, dass du sagst
was du mir noch nicht gesagt hast

Ich will wissen was du fühlst
wer bin ich eigentlich für dich?
Ich will wissen was du willst
denn viel zu oft da frag ich mich

Haben du und ich ein Ziel
oder ist es bloß ein Spiel
auf Zeit?
Also ich wär schon bereit

mich noch tiefer einzulassen
ich glaub, ich würde was verpassen
wenn ich´s nicht wenigstens probier´
aber schaff ich das mit dir?

Wagst du das Experiment
das mir so auf der Seele brennt?

Schenk mir was von deinem Leben
ich werd dir was von meinem geben
ich find das ist ein fairer Deal
und außer Mut kostet´s nicht viel

Ich will wissen, wer du bist
wenn du einfach mal vergisst
was bisher war in deinem Leben
tu so, als würds nur den Augenblick geben!

Jetzt wär´s schön, wenn du dich fragst
was du dich noch nie gefragt hast denn
ich wünsch mir, dass du sagst
was du noch niemandem gesagt hast

Aber nicht mit dem Verstand
der kann für uns grad gar nichts tun
außer die Mauern zu verstärken
die gegen echte Nähe werken

In mir drin ist soviel Liebe
will sie teilen, will sie schenken
und mir nicht vor lauter Coolness
meinen Herzmuskel verrenken

Ich weiß ich kann mich jetzt blamieren
und trotzdem muss ich es riskieren
wenn ich die Wahrheit wissen will
du siehst mich an, ich werde still
schließ meine Augen, atme aus
und jetzt lass ichs einfach raus:

„Weißt du…ich bin nur ein Mädchen
das vor einem Jungen steht
und ihn bittet, es zu lieben.
Denn noch ist´s dafür nicht zu spät..“

Do what you fear…der erste Auftritt

Ende März entdecke ich (zufällig?) einen Flyer, auf dem „Open Mic Sessions“ an meiner Hochschule beworben werden. Obwohl es bei diesen monatlichen Treffen ums Musizieren geht, schreibe ich aus Neugier und Übermut ein Mail an die Veranstalter, ob ich dort auch hinkommen darf wenn ich, anstatt zu singen, einen Poetry Slam-Text performe. Noch am selben Tag kommt eine begeisterte Zusage. Ich bin mehr als überrascht.

Mein bester Freund meint dazu nur: „Kennst du Zeichen? Das ist eines!“
Also heißt es jetzt: Text lernen!!

Anfang April ist es soweit.
Würde mich meine große Schwester an diesem Abend nicht zur moralischen Unterstützung begleiten, ich wäre beinhart sitzen geblieben als mein Name aufgerufen wird…mein Herz springt fast durch den Brustkorb und ich zittere am ganzen Körper, doch meine Beine nehmen unbeirrt Kurs auf die Bühne.

Erste Challenge: Das Mikrofon. Ich traue mich nicht mal, es zu berühren, also steh ich da wie angewurzelt und versuche, dabei halbwegs entspannt zu wirken. Keine Ahnung wie´s tatsächlich aussieht – bevor ich länger nachdenken kann höre ich mich schon sprechen.

Mein Blick wandert durch die Zuschauerreihen und ich stelle fest, dass der ganze Saal an meinen Lippen hängt.
Kein Getuschel, am-Handy-rumwischen, Rascheln, Sesselrücken,…nichts. Nur meine Stimme und ein Haufen aufmerksame Augenpaare.

Zweite Challenge: Die Luft. Ich bin so nervös und konzentriert, dass ich scheinbar ein paar Mal aufs Ausatmen vergessen habe, denn mitten im Text hab ich das Gefühl: Jetzt kipp ich um. Interessanterweise kriegt das niemand mit – und ich bin auch nicht umgefallen.

Dritte Challenge: Das Ende. Ich hatte mir nicht überlegt, was ich mache wenn ich fertig bin. Kopf senken und weggehen? Grinsen und warten? Danke sagen? „Wohoooo, ich lebe noch!“ rufen?

Mein Text ist zu Ende. Und es ist so gespenstisch still im Raum, man könnte eine Stecknadel fallen hören.
Ich starre ins Publikum und die Leute starren auf mich. Es ist wie der Moment zwischen Blitz und Donner, wenn man so lange im Kopf zählt bis es kracht. Ich halte diese Spannung nicht lange aus und entscheide mich, ein  „Danke“ ins Mikro zu flüstern, denn völlig egal was jetzt kommt, ALLES ist besser als diese beklemmende Stille.

Es kommt Applaus. Es kommen begeisterte Pfiffe. Es kommen Jubelrufe. Leute, die ich nicht kenne, klopfen mir auf die Schulter, strahlen mich an und reden auf mich ein. Meine Schwester hat Tränen in den Augen. Und ich ebenfalls.
Ich lasse mich auf meinen Sessel fallen und zittere fast mehr als vorher, aber diesmal vor Erleichterung. Sehe mir noch zwei Musikperformances an, beantworte ein paar Fragen und verlasse das Gebäude um gefühlte 10 Zentimter größer 🙂

Fazit: Feuertaufe bestanden!

Grosse Fragen

Du siehst & hörst hier nichts? Dann hol dir die Soundcloud-App!

Manchmal steckt mein Geist in Schranken
doch bevor ich michs verseh
reimen sich meine Gedanken
und ich merk dass ich drauf steh
im Flow zu sein, mich hinzugeben
einfach so, an dieses Leben

doch ich mach das nicht wie andre
hetze nicht von Club zu Bar
schlag mir nicht Nächte um die Ohren
die meisten finden das sonderbar

„Raus mit dir, du musst doch leben!“
sagen sie und meinens gut
weil sie nicht verstehen können
dass das jemand nicht gern tut

also Party machen, saufen,
sich ein zweites Smartphone kaufen
um nur ja nichts zu verpassen
sich kein Event entgehen zu lassen

ist okay wenns dir gefällt,
jeder ist sein eigener Held
bei mir siehts eben anders aus
ich bin lieber ruhig zuhaus

und lass meine Gedanken schweifen
lass meine Finger
durchs Fell meiner Katze streifen
denn ich brauch Stille
um den Ruf zu hören
der mich sucht
ihr braucht euch nicht dran stören

ich stoß dazu wenn ich soweit bin
erst geb ich mich dem Träumen hin
dem Denken und Philosophieren
das ist nichts schwer..
wollt ihr´s probieren?

Ich trau mich oft nicht das zu sagen
was ich mir so denke weils
nicht zu dem passt
was ihr gern hören wollt, sehen wollt, verstehen wollt

denn wer hat heut noch Zeit zum Denken?
soll uns doch die Werbung lenken
uns sagen, was wir kaufen sollen
egal ob wir das wirklich wollen

wenns alle machen ists wohl cool
mich haut das eher nicht vom Stuhl
ich denk dann meistens WhatTheFuck
was zur Hölle geht hier ab?

alle machen nur dasselbe
auf der Bühne des Lebens aber ist das
das Gelbe vom Ei
oder doch einerlei?
Was ist mit den großen Fragen?
Was machen wir an schlechten Tagen?

Reicht es wirklich, viel zu feiern
um die Zukunft zu verschleiern
die wir vermutlich gar nicht kriegen
weil Politiker uns belügen
und sich dabei ins Fäustchen lachen
dass wir so dumm sind und mitmachen?

dass wir ihre Fehler büßen
und ihnen die Ärsche küssen
dafür, dass sie uns ausbeuten
ich frag mich:
was stimmt nicht mit den Leuten?
Warum schreit hier niemand „Nein!“
Muss das alles wirklich sein?

Oder können wir es drehen
die Welt neu gestalten und sie so sehen
wie sie ist
nämlich ein Geschenk
das wir zum Leben brauchen
auch wenns dafür
keine App gibt

Macht die Augen auf,
seht die Natur
die braucht keine Party,
sie ist einfach nur

und zwar so viel weiser
als wir es noch sind
wir haben das mal gelernt
als Kind
aber längst verdrängt
denn was sollen wir schon tun
als Einzelpersonen
also lassen wir es ruhen

sollen sich andre doch scheren
um die Umwelt und so
doch wenn wir uns nicht wehren
ist das Ende der Show
nicht mehr weit

dann wird’s knallen
und Facebook wird uns nicht retten
sollte euch nicht gefallen
also reißt euch von den Ketten

die euren Verstand kontrollieren
ihn auf Sparflamme halten
damit die Großen ihre Macht nicht verlieren
müssen sie euch verwalten

Wehrt euch dagegen
sagt endlich nein
denkt nach, was wirklich zählt
und setzt euch dafür ein

Ich lass das jetzt so stehen
und wenns euch gefällt
dann sucht mich und lasst uns gehen
gemeinsam verändern wir die Welt..

Ich glaub ich hab Fieber. Reimfieber!?

Ein ganz normaler Tag scheint in einen ganz normalen Abend überzugehen. Ich surfe durchs Netz und stolpere über das neue Video der zurzeit extrem populären deutschen Poetry Slammerin Julia Engelmann. Muss gestehen dass mir das Video, das zuletzt so gehyped wurde und ich-weiß-nicht-wieviel-Millionen-Klicks auf YouTube bekommen hat, nicht soooo besonders gefallen hat.
Trotzdem schau ich mir jetzt das neue Video „Stille Wasser sind attraktiv“ an – und bin wirklich beeindruckt.

Etwa zwei Stunden später sitze ich beim Abendessen. Und während ich so vor mich hinkaue, stelle ich fest dass sich all meine Gedanken zu reimen beginnen. Ich lege die Gabel weg, fahre den Laptop hoch und beginne zu schreiben.

Dabei denke ich nicht eine Sekunde nach – es ist fast so, als würden die Worte von ganz alleine in die Tasten fließen. Nach 20 Minuten lehne ich mich zurück und lese mir durch, was ich da gerade fabriziert habe.
Ich glaub das ist gut.
Woher kam das jetzt bloß?!
Seit wann reime ich?
Und ist der Text wirklich gut?

Ich brauche objektive Meinungen, also schicke ich diese Zeilen an meine zwei liebsten Kritiker mit der Bitte um Feedback. Dann klappe ich den Laptop zu und vergesse das Ganze.

Am nächsten Morgen hab ich zwei Nachrichten.
1) DAS IST DER HAMMER!!!!!!
2) Gefällt mir! Mach ein cooles Video und so dazu!

Ich freu mich über die positiven Rückmeldungen und weiß plötzlich ganz genau, was ich als nächstes tun werde…
(Anmerkung: Aus diesem Reimfieber-Anfall entstand  – fast wortgetreu – mein erster Slam-Text „Grosse Fragen„)

Weiter Neue Beiträge