Rückblick, Augenblick und Ausblick 2017

Liebe Leute, Freunde, Freundinnen, Follower, Fans, Community –
ich hoffe ihr genießt den Sommer!

Mir persönlich ist es grad zu heiß für alles (36 Grad sind einfach nicht mein Ding, echt nicht), und trotzdem wollte ich heute wieder mal was schreiben. Nein, sorry – keinen Slamtext, „nur“ einen Blogbeitrag, um euch zu erzählen, was so los war in den letzten Monaten und was derzeit bzw. demnächst ansteht.

Also falls ihr neugierig seid, here we go:

Jänner: Ich hab begonnen in einer Mittelschule zu unterrichten. Der Einstieg war ziemlich krass, hab mich aber recht schnell aklimatisiert und in den Deutschstunden mal ausgetestet, welches kreative Potenzial in den 10-15jährigen steckt. Einige der Kids haben mich echt überrascht, kann ich euch sagen. Da geht noch was!

Februar: Planungs- und Konzeptionsphase. Eventorganisation. Workshopanfragen von Schulen. Viel Vorbereitungsarbeit im Hintergrund. „Ein Königreich für eine Assistentin oder einen Sekretär!!“
(Fragt meinen Papa – ich hab das tatsächlich auf die letzte Weihnachtswunschliste geschrieben, nur irgendwie gab´s scheinbar Lieferprobleme!?).

März: Yeah, Workshops! Ich liebe Workshops in Schulen. Vor allem mit so unterschiedlichen jungen TeilnehmerInnen. War in einer Mehrstufenklasse (10-13jährige) in Wien und in einer Maturaklasse (Purkersdorf) im Einsatz. Und ich sags euch: Da kamen tolle Sachen raus, echt! So toll, dass ich auf die Kids und deren Lehrerinnen ganz stark eingeredet hab, sie sollen sich unbedingt zur Teilnahme am Wiener Schul-Poetry-Slam anmelden. Haben sie auch getan, aber dazu später.
Obwohl ich noch Bühnenpause hatte, ließ ich es mir nicht nehmen, den Poetry Slam beim Kinderliteraturfestival im Palais Auersperg zu eröffnen. Das Lustige war, dass ich mit einigen Kids aus meiner Schule dort war und die zum Teil echt doof geguckt haben, als ich plötzlich auf die Bühne gehüpft und „Gesichter“ vorgetragen hab. Wenn ich nicht grad in der Schule war oder Workshops anstanden, hab ich an meiner ersten Abenteuergeschichte geschrieben für ein tolles Wiener Volksschulprojekt namens „Monsterfreunde“. Das wird im Herbst in ganz vielen Wiener Volksschulklassen (vor-)gelesen. Tolles Gefühl!

April: Wiener Schul Poetry Slam, die Zweite. Nach dem Debut 2016 ging die Veranstaltung auch dieses Jahr wieder an der Pädagogischen Hochschule Wien über die Bühne. Was soll ich sagen … ich war so stolz. SO STOLZ.
Stellt euch mal vor, da gabs einen Jungen aus meinem Workshop, der hatte 4 Wochen zuvor noch nicht mal von Poetry Slam gehört, und dann schreibt der gleich mehrere Texte, seine Eltern tippen das Ganze ab am Computer weil er das noch nicht selbst kann, er stellt sich vor einem vollen Saal allein auf die Bühne, packt den Zettel aus, grinst ins Publikum, schleudert den Zettel demonstrativ von sich weg und trägt seine Gedichte vor. Auswendig. Fesselnd. Mit ganz viel Freude. So, als hätt er nie was anderes gemacht. DAS, meine Lieben, das sind die Momente wo du erkennst: Das, was du tust, ist größer als du selbst. Das, was du tust, bewirkt etwas.
Eines der Mädls aus der Maturaklasse hat den 1. Platz in der Kategorie Sekundarstufe gemacht, und die Klasse, die ich 2016 gecoacht hatte, schnappten sich diesmal den 1. Platz in der Kategorie Volksschule. Falls euch das alles zu abstrakt ist, hört doch mal rein – hier gibt´s den Live-Mitschnitt vom Wiener Schul Poetry Slam 2017 (ab Minute 18:30 starten die Performances) und einen richtig tollen Zeitungsbericht über die Veranstaltung 🙂

Mai: Letzte Vorbereitungen für den 4. PH-Slam. Als Hauptorganisatorin hatte ich zuletzt eine Menge zu tun (Bücherspenden besorgen, Förderanträge schreiben, mich um die Bewerbung kümmern mit Flyern, Plakaten, Mundpropaganda, Facebook, ÖH-Newsletter usw.) und dann? Was dann?!
Dann war an genau diesem Nachmittag das Wetter so dermaßen schön, dass wir kaum Publikum hatten weil vermutlich alle im Freibad gelegen sind. Egal, wir haben uns davon nicht die Stimmung verderben lassen – tolle junge Poeten und Poetinnen haben gezeigt, was sie draufhaben … und ich hab´s mir nicht nehmen lassen, an diesem Tag mit frischem Text im Gepäck mein inoffzielles Bühnencomeback zu feiern.

Juni: Mein offizielles Bühnencomeback. Und zwar nicht irgendwo, sondern beim Slam Cup! Ja genau, dort, wo die Stars aus Deutschland und Schweiz sich mit den LokalmatadorInnen matchen. Und ganz ehrlich – nach einem Applaus-Battle (das sogar wiederholt werden musste weil vorerst uneindeutig) gegen eine Szenengröße wie Volker Strübing auszuscheiden, das ist keine Niederlage. V.a. wenn im Anschluss Leute zu dir kommen und dir zu deinem Text gratulieren und bedauern, dass sie nicht mehr von dir hören konnten an diesem Abend.
Beim 7. Uni Wien-Slam hatte ich mehr Glück und durfte den Pokal für den 2. Platz mit nach Hause nehmen (auf der Webseite steht zwar Platz 3, doch ich hab den Gegenbeweis auf meinem Trophäenregal stehen!).
Ein weiteres Highlight: Ich durfte auf der Bühne der Wiener Stadthalle stehen! Zwar „nur“ ehrenhalber als Teammitglied der „Monsterfreunde“, für das ich seit letztem Jahr als freie Autorin arbeite, doch das war ein unvergesslicher Moment. Die Wiener Stadthalle, ich sag´s wie´s ist: Da will ich gern mal auftreten irgendwann …

Juli: Planungsarbeit. Kooperationen. Projektplanung. Hab einen großen Deal an Land gezogen (also genau genommen wurde ich an Land gezogen) und darf im Herbst im Wiener Rathaus slammen. Wie cool ist das bitte? Außerdem darf ich einen Text beisteuern (plus Tonstudiosession und Videodreh) für ein Projekt der Jungen Kirche. Das Schärfste ist erst letzte Woche passiert:
Ich denk mir vor kurzem so hmmmmm, vielleicht sollt ich mal die Wiener Volkshochschulen anschreiben ob die Interesse haben, Poetry Slam irgendwie in ihr Kursprogramm einfließen zu lassen … ja, mach ich im August. Tja, das Universum war schneller – letzte Woche schreibt mir auf Empfehlung (danke Anna!) die Programmkoordinatorin der Volkshochschule im 5. Bezirk, ob ich Bock hab auf eine Kooperation, und zwar noch diesesn Herbst. Klar hab ich Bock. Im August werden die Details ausverhandelt.

August: Hat grad erst begonnen, doch es steht einiges an! Inhalte konzipieren für meine beiden Fortbildungsseminare an der PH Wien Ende September („Ich reim´mir was zusammen“ und „An den Lippen hängen“), neue Texte schreiben (ja ich will nach wie vor im Spätherbst „Slamgeschichten Episode 2“ rausbringen, auch wenn ich mir im Moment ehrlich gesagt niiiiicht vorstellen kann, wie und wann ich das tatsächlich schaffen soll, aber egal, ich schau einfach wie weit ich komme), Auftragstexte schreiben, Songtexte schreiben für zwei neue „Monsterfreunde“-Lieder, …

UND, last but not least:
Ich hab mir wieder was Neues überlegt für euch … am 4. August startet „Poetry2go“ auf Facebook, Instagram und Pinterest 🙂

 

Im September geht wieder die Schule los.
Wann ich wieder auf der Bühne stehe?
Ab Herbst denk ich. Sobald ich Genaueres weiß, findet ihr die Infos unter „Termine“!

Hab ich was vergessen? Glaub nicht.
Bleibt mir nur zu sagen: Keep cool & stay fresh!

Alles Liebe und bis bald,
Sabine 🙂

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