Slam B – endlich gewonnen!

Bei keinem Slam war ich in diesem Jahr öfter als beim monatlichen SLAM B im Literaturhaus. Warum?

Diana Köhle Slam BWeil´s dort schön ist. Weil die Räumlichkeiten und das Publikum dort irgendwie anders sind, und ich mag anders. Und natürlich weil Diana Köhle, die Frau mit den Seifenblasen und mittlerweile Schlüsselfigur meiner „Karriere“, den ganzen Spaß moderiert.

Im Februar war ich zum 1. Mal dort bei der Jubiläumsausgabe, dem 50. Slam B. Und ich hab Feuer gefangen.
slamBEs ist Tradition, dass erst vor Ort aus den zahlreichen Anmeldungen heraus per Glücksfee aus dem Publikum live gelost wird, wer an diesem Abend auf die Bühne darf. Das ist zwar Nervenkitzel pur, aber so läuft es dort eben. Ich hatte Anfängerglück und konnte auftreten. Ein richtig toller Abend war das, ich bin fast heimgeschwebt danach weils einfach schön war…werd nie die Szene vergessen als ich danach auf die U-Bahn wartend von zwei älteren Damen angesprochen wurde: „Also IHR Text hat uns heute besonders gefallen…sagen Sie, welches Versmaß war das eigentlich?“ Ich hatte keine Ahnung, hab mich aber gefreut (und gleich am nächsten Tag über Versmaße schlau gemacht).

Danach bin ich immer mal wieder im Literaturhaus gewesen – einmal in der Vorrunde und ansonsten im Zuschauerraum, da ich kein Losglück hatte. Im Oktober durfte ich dann spontan vor dem Finale als „Opferlamm“ auftreten (= Publikumsanheizer außer Konkurrenz) und gestern, beim letzten Slam B des heurigen Jahres, hats mich wieder hingezogen.

18 Anmeldungen. 12 Bühnenplätze. Die Glücksfee zieht im Laufe des Abends die Namen von 9 Slammern und 3 Slammerinnen, die in 3er-Gruppen antreten und um einen Finalplatz rittern. Eine der drei Frauen war ich, und ich konnte mich tatsächlich fürs Finale qualifizieren 🙂
Viele nette Gespräche in der Pause, ein bisschen Frischluft und Blödeln mit den Kollegen, nochmal kurz den Text durchgehen, lange in der Kloschlange stehen (aber auch da verging die Wartezeit dank Plauderei ungewöhnlich schnell) und dann gings schon ab ins Finale, das ich mit Startnummer 3 als einzig verbliebene weibliche Teilnehmerin bestreiten durfte. Ob das wohl am neuen T-Shirt lag?!

Lange Rede, kurzer Sinn: Der Gedanke, den ich mittags hatte, nämlich: „He, ich hätte echt Bock, diesen letzten Slam B 2015 zu gewinnen“, hat sich wohl im Universum rumgesprochen:
DSCN8124_1Ich bin um eine Siegerkette (den goldenen Stift), zwei schöne Paper-Oh´s (ich glaub ich hab heuer mehr Notizbücher gewonnen als ich je vollschreiben kann), eine Ausgabe der „Reportagen“-Anthologie, ein Halbjahresabo vom „Falter“ und eine Stofftasche (wer mich kennt, weiß, dass ich schwarze Stofftaschen liebe) reicher.

Und um neue Fans – ja, es fühlt sich immer noch komisch an, dieses Wort mit meinem Tun in Verbindung zu bringen („Ich schreib doch einfach nur Texte…“), aber ich glaub langsam sollt ich mich dran gewöhnen *grins*.

slamb_dezemberSchließlich ist genau das das Allerschönste – wenn du im Anschluss von Jung und Alt Komplimente für deine Texte kriegst die der Künstlerseele total unter die Haut gehen, wenn dir Hände geschüttelt werden, wenn du gefragt wirst ob und wo man deine Texte nachlesen kann (also die Idee mit den Visitenkarten hat sich echt schon bewährt!), wenn du danach noch mit wunderbaren Leuten zusammensitzt und über Gott und die Welt plauderst und einfach froh und dankbar bist, dass du das alles erleben darfst.

 

Am 15. Jänner startet der Slam B ins neue Jahr – und als Siegerin der Vorveranstaltung wird es meine ehrenvolle Aufgabe sein, den Abend als Opferlamm zu eröffnen. Freu mich schon drauf!! 🙂

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